Website des Österreichischen Paralympischen Committees

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Paralympische Leichtathletik
Leichtathletik ist eine der populärsten und ältesten Sportarten, nicht nur bei Olympischen sondern auch bei paralympischen Spielen.

Behinderungsgruppen

 
AthletInnen aus folgenden Behinderungsgruppen sind startberechtigt:

AthletInnen mit voller Erblindung B1: AthletInnen mit voller Erblindung
Keine Lichtempfindlichkeit auf beiden Augen bis zu Lichtempfindlichkeit, jedoch unfähig, Umrisse oder eine Hand in irgendeiner Entfernung oder Richtung wahrzunehmen.

AthletInnen mit starker Sehschwaeche
B2: AthletInnen mit sehr starker Sehschwäche
Von der Fähigkeit, die Umrisse einer Hand zu erkennen bis zum Sehvermögen von 2/60 und/oder einem Gesichtsfeld von weniger als 5 Grad.

AthletInnen mit starker Sehschwäche B3: AthletInnen mit starker Sehschwäche
Von einem Sehvermögen über 2/60 bis zu 6/60 und/oder einem Gesichtsfeld von mehr als 5 Grad und weniger als 20 Grad.

AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende unteren, bzw. kombiniert mit den oberen, Extremitäten werden eingeteilt in
Oberschenkel- und Unterschenkelamputationen.
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit Armamputationen AthletInnen mit Armamputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende obere Extremitäten werden eingeteilt in Oberarm- und Unterarmamputationen
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit cerebraler Parese AthletInnen mit cerebraler Parese (stehend und sitzend)
Cerebralparese ist eine Beeinträchtigung des Bewegungsablaufs und mangelnde Muskelkontrolle aufgrund von Schädigungen eines oder mehrerer Steuerzentren im Gehirn.
Hilfsmittel: mit Rollstuhl / ohne Rollstuhl

AthletInnen mit Tetraplegie AthletInnen mit Tetraplegie
Tetraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren und oberen Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

AthletInnen mit Paraplegie AthletInnen mit Paraplegie
Paraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

Les Autres Les Autres
Diese Gruppe (“Die Anderen”) umfasst alle AthletInnen mit einer körperlichen Behinderung, die nicht in eine der anderen Klassen eingebunden sind. Hilfsmittel: keine

AthletInnen mit mentaler Behinderung AthletInnen mit mentaler Behinderung
wie Lernbehinderung und Verhaltens-störungen etc., die einen IQ von unter 75 aufweisen, und von der legitimierten Sport-organisation, INAS-FID, anerkannt wurden

Track

 
Track (T) = Bahn-Wettbewerbe
(Laufen und Fahren)

T11
B1 AthletInnen

T12
B2 AthletInnen

T13
B3 AthletInnen

T42: AthletInnen mit einseitiger Oberschenkel-Amputation oder kombinierten Arm-/Bein-Amputationen
T43: AthletInnen mit doppelter Unterschenkel-Amputation oder kombinierten Arm-/Bein-Amputationen
T44: AthletInnen mit einseitiger Unterschenkel-Amputation oder mäßiger Funktionseinschränkung, die das Gehen mit einem oder beiden Beinen ermöglicht

T45: AthletInnen mit Doppel-Oberarm-Amputationen oder Doppel- Unterarm-Amputationen
T46: AthletInnen mit einseitiger Oberarm-Amputation, einseitiger Unterarm-Amputation oder mit uneingeschränkten Beinfunktionen, jedoch mit einem Körperschaden am Rumpf und/oder Armen

T32: CP2 AthletInnen
T33: CP3 AthletInnen
T34: CP4 AthletInnen
T35: CP5 AthletInnen
T36: CP6 AthletInnen
T37: CP7 AthletInnen
T38: CP8 AthletInnen

T51: AthletInnen mit leichter Schwäche in den Schultern, Ellbogen kann normal gebeugt, aber nur begrenzt gestreckt werden, das Handgelenk kann rückwärts, aber nicht vorwärts gebeugt werden, AthletInnen haben keine Fingerfunktionen, keine Rumpf- und Beinfunktionen
T52: AthletInnen mit guten Schulter-, Ellbogen- und Handfunktionen, begrenzten Fingerfunktionen, ohne Rumpf- und Beinfunktionen

T53: AthletInnen mit uneingeschränkten Arm- und Handfunktionen, begrenzten oder keinen Rumpffunktionen, ohne Beinfunktionen
T54: AthletInnen mit uneingeschränkten Arm- und Handfunktionen, Bewegungsumfang des Rumpfes kaum eingeschränkt, einige Beinfunktionen können vorhanden sein

F40
AthletInnen mit max. Körpergröße von 140 cm und diagnostizierten Zwergwuchs und alle Anderen

S14
AthletInnen mit mentaler Behinderung

Field

 
Field (F) = Technische Disziplinen
(Springen und Werfen)

F11
B1 AthletInnen

F12
B2 AthletInnen

F13
B3 AthletInnen

F42: AthletInnen mit einseitigen Oberschenkel-Amputationen, doppelter Unterschenkel-Amputation und AthletInnen mit kombinierten Arm-/ Beinamputationen und AthletInnen, mit Schwierigkeiten beim Gehen , z.B. durch Kinderlähmung
F43: AthletInnen mit doppelter Unterschenkel-Amputation oder mit kombinierten Bein-/Arm-Amputationen, AthletInnen mit uneingeschränkten Funktionen im Wurfarm in Verbindung mit reduzierten Funktionen in den Beinen oder mit Gleichgewichtsproblemen
F44: AthletInnen mit einseitiger Unterschenkel-Amputation, AthletInnen mit uneingeschränkten Funktionen im Wurfarm und geringen Funktionseinschränkungen in den Beinen sowie leichten Gleichgewichtsproblemen

F45: AthletInnen mit doppelter Oberarm-Amputation und doppelter Unterschenkel-Amputation.
F46: AthletInnen mit einseitiger Oberarm-Amputation und einseitiger Unterarm-Amputation, mit uneingeschränkter oder reduzierter Funktion im Wurfarm, minimale Rumpf- und Beinbehinderungen

F32 CP2 AthletInnen
F33 CP3 AthletInnen
F34 CP4 AthletInnen
F35 CP5 AthletInnen
F36 CP6 AthletInnen
F37 CP7 AthletInnen
F38 CP8 AthletInnen

F51: AthletInnen mit leichter Schwäche in den Schultern, Ellbogen kann normal gebeugt, aber nur begrenzt gestreckt werden, das Handgelenk kann rückwärts, aber nicht vorwärts gebeugt werden, AthletInnen haben keine Fingerfunktionen, keine Rumpf- und Beinfunktionen
F52: AthletInnen mit uneingeschränkten Schulter- und Ellbogenfunktionen, gewöhnlich gute Handgelenksfunktionen, aber ohne Fingerbewegungen, ohne Rumpf- und Beinbewegungen
F53: AthletInnen mit uneingeschränkten Schulter-, Ellbogen- und Handgelenkfunktionen, aber mit leichten Einschränkungen der Fingerfunktionen, ohne Rumpf- und Beinbewegungen

F54: AthletInnen mit uneingeschränkter Funktion der Arme und Hände, ohne Rumpf- und Beinbewegungen
F55: AthletInnen mit uneingeschränkten Arm- und Handfunktionen, Rumpf kann in der Senkrechten aufgerichtet werden und eine Torsion der Wirbelsäule ausgeübt werden, ohne Beinfunktionen
F56: AthletInnen mit uneingeschränkten Arm- und Handfunktionen, Rumpf kann gestreckt werden und eine Torsion ausgeübt werden, beim Sitzen im Rollstuhl kann frei nach vorne gebeugt und wieder aufgerichtet werden; geringe Beinfunktionen
F57: AthletInnen mit uneingeschränkten Arm- und Handfunktionen, Rumpf kann gestreckt werden und eine Torsion ausgeübt werden, beim Sitzen im Rollstuhl kann frei nach vorne gebeugt und wieder aufgerichtet werden, freie Bewegung nach beiden Seiten möglich ohne Verlust der Balance, vermehrte Beinfunktionen im Vergleich zur Klasse F56.
F58: AthletInnen mit uneingeschränkten Arm- und Handfunktionen, uneingeschränkten Rumpffunktionen, mehr Beinfunktionen als F57

 

SB14
AthletInnen mit mentaler Behinderung

Bewerbe

 
Es wird kein Stabhochsprung, Hammerwurf, Hürden- & Hindernislauf durchgeführt.

Sprint (100 m, 200 m, 400 m)
Mittlere Distanz (1.500 m)
Diskus
Weitsprung

Sprint (100 m, 200 m, 400 m)
Mittlere Distanz (800 m)
Kugelstoßen
Diskus
Dreisprung

Sprint (100 m, 200 m, 400 m)
Mittlere Distanz (800 m, 1.500 m)
Speerwurf
Weitsprung

Sprint (100 m, 200 m, 400 m)
Diskus
Speerwurf
Weitsprung
Hochsprung

Sprint (100 m, 200 m, 400 m)
Mittlere Distanz (800 m, 1.500 m)
Weitsprung
Dreisprung
Hochsprung

Sprint (100 m, 200 m, 400 m)
Mittlere Distanz (800 m, 1.500 m)
Kugelstoßen
Diskus
Speerwurf
Weitsprung

Sprint (100 m, 200 m, 400 m)
Mittlere Distanz (800 m)
Kugelstoßen
Diskus
Speerwurf

Sprint (100 m, 200 m, 400 m)
Mittlere Distanz (800 m, 1500 m)
Lange Distanz (5.000 m, Marathon)
Kugelstoßen
Diskus
Speerwurf

Kugelstoßen
Diskus

Mittlere Distanz (1500 m)
Kugelstoßen
Weitsprung

Unterschiede

 
Unterschied von der Paralympischen Leichathletik zur Leichtathletik

T11-12
Die Methode des Begleitens ist die Verwendung der Stimme und man kann sich am Ellbogen führen lassen, ein Halteband verwenden oder frei Laufen – die Entfernung darf nicht mehr als 0,5m betragen. Bei Wettkämpfen über 800m oder mehr sind 2 BegleitläuferInnen mit max. einem Tausch erlaubt.
Bei Sprung- und Wurfbewerben ist visuelle Hilfe erlaubt (Kreide, Puder, Fahnen, …)
Alle AthletInnen in Klasse T11 laufen mit einem Begleitläufer – bei den 100m, 200, 400m, und wenn 800m Wettkämpfe auf Bahnen ausgetragen werden, hat jeder Athlet mit seinem Begleitläufer 2 Bahnen zur Verfügung. AthletInnen in Klasse T12 haben die Option eines Begleitläufers. Die AthletInnen müssen vor dem Begleitläufer über die Ziellinie laufen, ansonsten werden sie disqualifiziert. Der Begleitläufer darf max. 0,5m vom Athleten entfernt laufen, außer auf den letzten 10m des Wettkampfes.
Bei Straßenrennen dürfen AthletInnen 4 BegleitläuferInnen haben.

T11-13
Staffelübergabe: Das Staffelholz kann vom Athleten oder dem Begleitläufer getragen werden. Die Übergabe erfolgt entweder von Athlet zu Athlet oder Begleitläufer zu Begleitläufer. Der Begleitläufer muss beim Hineinlaufen in die Wechselzone hinter dem Athleten sein.

F11-12
Akustische Orientation ist vor/während/nach dem Wettkampf erlaubt (Weitsprung, Hochsprung, Dreisprung). Eine zusätzliche visuelle Hilfe ist nicht erlaubt.
AthletInnen der Klasse F11 dürfen vor dem Hochsprung den Balken zur Orientation berühren, löst sich dieser dabei, zählt dies nicht als Versuch. AthletInnen der Klasse F12 dürfen eine angemessene visuelle Hilfe am Balken befestigen. Bei Sprungbewerben können AthletInnen der Klasse F11 von 2 Personen auf die Wettkampffläche begleitet werden. Eine Begleitperson kann als „Caller“ fungieren, um währen dem Anlauf akustische Orientierung zu geben – bei Hochsprung, Weitsprung, Dreisprung; bzw. kann eine Begleitperson helfen, den Athleten richtig zu positionieren. Bei den Wurfwettkämpfen dürfen die Athleten der Klasse F11, nur von einer Person begleitet werden. In der Klasse F12 dürfen die AthleteInnen bei allen Wurf- und Sprungbewerben nur von einer Person begleitet werden.

T/F11-12, F31-32, F51-53
BegleitläuferInnen und BegleiterInnen dürfen in Anspruch genommen werden, dürfen aber nicht mit auf die Wettkampffläche – die AthletInnen dürfen hingebracht werden Diese BegleitläuferInnen/Guides müssen durch das Tragen einer farbigen Weste gekennzeichnet sein. Ausnahme F54, wenn medizinischer Bescheid.

T35-38, T42-46, T20
Vor dem Wettkampf können für die AthletInnen ihre Startblöcke eingestellt werden bzw. marker vor dem Absprungbalken gesetzt werden.

T11-13/T20/T35-38/T42-46/T51-54
Bei AthletInnen mit einer Hörbeeinträchtigung kann der Starter oder sein Assistent als Starthilfe eine Flagge oder ein anderes visuelles Hilfsmittel zusätzlich zur Startpistole benutzen. Bei AthletInnen mit einer Seh- und Hörbehinderung kann ein Offizieller den AthletInnen beim Start berühren.

T32-34/T51-54
Bei 800m oder längeren Rollstuhle-Rennen kann das Rennen vom Starter abgebrochen werden, wenn innerhalb der ersten 50 Meter eine Kollision stattfindet.

T42-46
Bei Laufbewerben müssen die AthletInnen Prothesen tragen - Hüpfen ist nicht erlaubt.

F42-44
Die AthletInnen dürfen bei Sprungbewerben aus dem Stand, hopsend oder laufend starten. Bei Sprung- und Wurfbewerben ist das Tragen von Prothesen optional.

F51-53
Die AthletInnen dürfen auf der nicht-werfenden Hand einen Handschuh tragen und können diese Hand auf den Wurfrahmen legen.

T11-13, T35-38, T42-46
Bei Straßenrennen starten AthletInnen verschiedenster Klassen gemeinsam, aber der Zieleinlauf wird für jede Klasse eigens bestimmt.

T32-34, T51-54
Bei Straßenrennen mit Rollstühlen starten AthletInnen verschiedenster Klassen nach der Entscheidung des technischen Delegierten, aber der Zieleinlauf wird für jede Klasse eigens bestimmt. AthletInnen dürfen ihre eigenen Erfrischungen mit sich führen. Windschattenfahren hinter AthlteInnen einer anderen Klasse oder eines anderen Geschlechts ist verboten.

AthletInnen

 
 

Marinkovic Bil Marinkovic Bil
Athlet mit voller Erblindung
Klassifizierung: F 11
Bewerbe: Diskus

Eder Natalija Eder Natalija
Athletin mit sehr starker Sehschwäche
Klassifizierung: F 12
Bewerbe: Speer, Weitsprung, Kugel

   

Mayer Robert Mayer Robert
Unterschenkel amputiert
Klassifizierung: T 44
Bewerbe: 100m, 200m

Günther Matzinger Günther Matzinger
Dysmelie des rechten Unterarms
Klassifizierung: T46
Bewerbe: 400m, 800m

   

Geierspichler Thomas Geierspichler Thomas
Athtlet mit Tetraplegie
Klassifizierung: T52
Bewerbe: 200m, 400m, 800m

Georg Tischler Georg Tischler
Athlet mit Paraplegie
Klassifizierung: F54
Bewerbe: Kugel




   
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