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Paralympischer Radsport
Die Schnelligkeit und Spannung von Radwettbewerben ist relativ neu für paralympische AthletInnen. Sehbehinderte AthletInnen begannen diesen Sport zu entwickeln, sie organisierten die ersten Rennen und benutzten dabei Tandems. Bei den Paralympics SEOUL 1988 erlebte der Radsport seine Premiere. Mittlerweile wird Radsport von AthletInnen mit Behinderungen in über 40 Nationen praktiziert.


Behinderungsgruppen

 
AthletInnen aus folgenden Behinderungsgruppen sind startberechtigt:

AthletInnen mit voller Erblindung B1: AthletInnen mit voller Erblindung
Keine Lichtempfindlichkeit auf beiden Augen bis zu Lichtempfindlichkeit, jedoch unfähig, Umrisse oder eine Hand in irgendeiner Entfernung oder Richtung wahrzunehmen.

AthletInnen mit starker Sehschwaeche
B2: AthletInnen mit sehr starker Sehschwäche
Von der Fähigkeit, die Umrisse einer Hand zu erkennen bis zum Sehvermögen von 2/60 und/oder einem Gesichtsfeld von weniger als 5 Grad.

AthletInnen mit starker Sehschwäche B3: AthletInnen mit starker Sehschwäche
Von einem Sehvermögen über 2/60 bis zu 6/60 und/oder einem Gesichtsfeld von mehr als 5 Grad und weniger als 20 Grad.

AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende unteren, bzw. kombiniert mit den oberen, Extremitäten werden eingeteilt in Oberschenkel- und Unterschenkelamputationen.
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit Armamputationen AthletInnen mit Armamputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende obere Extremitäten werden eingeteilt in Oberarm- und Unterarmamputationen
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit cerebraler Parese AthletInnen mit cerebraler Parese (stehend und sitzend)
Cerebralparese ist eine Beeinträchtigung des Bewegungsablaufs und mangelnde Muskelkontrolle aufgrund von Schädigungen eines oder mehrerer Steuerzentren im Gehirn.
Hilfsmittel: mit Rollstuhl / ohne Rollstuhl

AthletInnen mit Tetraplegie AthletInnen mit Tetraplegie
Tetraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren und oberen Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

AthletInnen mit Paraplegie AthletInnen mit Paraplegie
Paraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

Les Autres Les Autres
Diese Gruppe (“Die Anderen”) umfasst alle AthletInnen mit einer körperlichen Behinderung, die nicht in eine der anderen Klassen eingebunden sind. Hilfsmittel: keine

Klassen

 
 

B: AthletInnen mit Sehbehinderung bestreiten die Rennen am hinteren Sitz eines Tandems, mit einem sehenden Piloten.

B: AthletInnen mit Sehbehinderung bestreiten die Rennen am hinteren Sitz eines Tandems, mit einem sehenden Piloten.

B: AthletInnen mit Sehbehinderung bestreiten die Rennen am hinteren Sitz eines Tandems, mit einem sehenden Piloten.

H 4: AthletInnen mit Doppel-Oberschenkelamputationen, AthletInnen mit Amputationen und anderen Behinderungen, die eine sichere Bedienung eines konventionellen Fahrrades oder Dreirades verhindern.
C 1: AhtletInnen mit einseitiger Beinamputation: OS, und zusätzlich Armamputation, OA oder UA, an derselben Seite oder diagonal, mit oder ohne Prothese. AhtletInnen mit beidseitiger Knieexartikulation mit Prothesen. AhtletInnen mit beidseitiger UA-Amputation und zusätzlich einseitiger OS-Amputation ohne Prothese.
C 2:
AhtletInnen mit einseitige OA-Amputation mit oder ohne Prothese, zusammen mit Knieexartikulation mit Prothese. AhtletInnen mit beidseitiger UA-Amputation mit zusätzlich einseitiger Knieexartikulation mit Beinprothese. AhtletInnen mit beidseitiger US-Amputation mit Prothesen mit einseitiger OA-Amputation mit oder ohne Arm-Prothese. AhtletInnen mit einseitige OS-Amputation, ohne Prothese, kann eine Abstützung des Stumpfes am Rad haben.
C 3: AhtletInnen mit einseitiger OA-Amputation ohne Prothese zusammen mit einseitiger US-Amputation mit Gebrauch einer Prothese. AhtletInnen mit einseitiger Knieexartikulation mit Prothese zusammen mit einseitiger UA-Amputation. AhtletInnen mit einseitiger Knieexartikulation mit Prothesengebrauch. AhtletInnen mit beidseitiger US-Amputation mit Prothesen.
C 4: AhtletInnen mit einseitiger US-Amputation mit Prothese sowie einseitiger UA-Amputation mit oder ohne Prothese, AhtletInnen mit einseitiger US-Amputation mit Prothese
AhtletInnen mit beidseitiger Unterarm-Amputation ohne oder mit Prothese, die einen funktionellen Kontakt mit dem Lenker erlaubt.
C 5: AthletInnen mit einseitiger Oberarm-Amputation mit und ohne Prothese, ohne funktionellem Griff. AthletInnen mit einseitiger Unterarm-Amputation mit Gebrauch einer Prothese.

H 1.1: AthletInnen mit schwerer spastischer Tetraplegie mit/ohne Athetose/Ataxie und Einschränkung der Ellbogenstreckung
H 1.2: AthletInnen mit schwerer spastischer Tetraplegie mit/ohne Athetose/Ataxie ohne Einschränkung der Ellbogenstreckung
H 2.1: AthletInnen mit mäßiger spastischer Tetraplegie mit/ohne Athetose/Ataxie
H 2.2: AthletInnen mit schwerer Diplegie oder Hemiplegie
H 3: AthletInnen mit schwerer Diplegie und Athetose/Ataxie/Dystonie (mit weitgehend normalen oberen Extremitäten) oder Hemiplegie mit Spastizität Grad 2-3
H 4: AthletInnen mit leichter bis mäßiger Diplegie oder Athetose mit fast normaler Funktion von Rumpf und oberen Extremitäten
T 1: AthletInnen mit sehr schwerer neurologischer Behinderung
T 2: AthletInnen mit schwerer neurologischer Behinderung, nicht fähig mit dem Zweirad zu fahren
C 1: AthletInnen mit sehr schwerer neurologischer Behinderung
C 2: AthletInnen mit schwerer neurologischer Behinderung
C 3: AthletInnen mit schwerer bis mäßiger neurologischer Behinderung
C 4: AthletInnen mit mäßiger neurologischer Behinderung
C 5: AthletInnen mit geringer neurologischer Behinderung

H 1.1: AthletInnen mit Tetraplegie, d.h. mit Behinderungen entsprechend einer kompletten Lähmung bis C6
H 1.2: AthletInnen mit Tetraplegie, d.h. mit Behinderungen entsprechend einer kompletten Lähmung ab C 7/C 8 und darüber, mit eingeschränkter Funktionalität der Arme und Hände
H 2.1: AthletInnen mit Paraplegie, d.h. mit Behinderungen entsprechend einer kompletten Lähmung von TH 1 bis TH 3, mit wesentlich eingeschränkter Rumpfstabilität
H 2.2: AthletInnen mit Paraplegie, d.h. mit Behinderungen entsprechend einer kompletten Lähmung von TH 4 bis TH9/10 und eingeschränkter Rumpfstabilität
H 3: AthletInnen mit Paraplegie, d.h. mit Behinderungen entsprechend einer kompletten Lähmung von TH 11 bis L 4, ohne oder mit eingeschränkter Unterschenkelfunktion und kaum eingeschränkter Rumpfstabilität
H 4: Paraplegie entsprechend kompletter Läsion Th 11 oder darunter

C 1 - C 5
T 1 - T 2

Bewerbe

 
Insgesamt kann man in 50 Bewerben Medaillen erringen.

Straße (Zeitfahren, Straßenrennen)
Bahn (Sprint, 1.000 m Zeitfahren, Einzelverfolgung)

Straße (Zeitfahren, Straßenrennen)
Bahn (Sprint, 1.000 m Zeitfahren, Einzelverfolgung)

Straße (Zeitfahren, Straßenrennen)
Bahn (Sprint, 1.000 m Zeitfahren, Einzelverfolgung)

Straße (Zeitfahren, Straßenrennen)
Bahn (500 m Zeitfahren, 1.000 m Zeitfahren, Einzelverfolgung, Team-Sprint)

Straße (Zeitfahren, Straßenrennen)
Bahn (500 m Zeitfahren, 1.000 m Zeitfahren, Einzelverfolgung, Team-Sprint)

Straße (Zeitfahren, Straßenrennen)
Bahn (500 m Zeitfahren, 1.000 m Zeitfahren, Einzelverfolgung, Team-Sprint)

Straße (Zeitfahren, Straßenrennen, Teambewerb)

Straße (Zeitfahren, Straßenrennen, Teambewerb)

Straße (Zeitfahren, Straßenrennen)
Bahn (500 m Zeitfahren, 1.000 m Zeitfahren, Einzelverfolgung, Team-Sprint)

Unterschiede

 
Unterschiede zwischen dem Paralympischen Radsport und dem Radsport

Im Radsport gelten die technischen Regeln der UCI (International Cycling Union), die seit Jänner 2007 auch der internationale Fachverband für den Behindertenradsport ist.
Sehbehinderte fahren auf einem Tandem mit Guide.

B-Klassen: Blinde und Sehbehinderte: B1, B2, B3. Alle Athlet/innen der Klassen mit unterschiedlich schweren Sehbehinderungen.
B1 bis B3 starten gemeinsam in einer offenen Klasse (B) getrennt nach Geschlechtern.
Außerdem gibt es Zweirad (C)- und Dreiradklasse (T = Tricycle). In der Handbikeklasse (H) fahren AthletInnen mit Behinderungen, die eine sichere Bedienung eines konventionellen Fahrrades oder Dreirades verhindern.

AthletInnen

 


   

   

   

Manfred Gattringer Manfred Gattringer
Amputiert (oberes und unteres Sprunggelenk)
Sportklasse: C4
Bewerbe: Straße (Zeitfahren, Straßenrennen), Bahn (1.000 m, 4.000 m)

Wolfgang Eibeck Eibeck Wolfgang
keine Finger an der rechten Hand
Sportklasse: C5
Bewerbe: Straße (Zeitfahren, Straßenrennen), Bahn (1.000 m, 4.000 m)

Helmut Winterleitner Helmut Winterleitner
Querschnittlähmung mit rechts betonter spastischer Quadraparese
Sportklasse: T2
Bewerbe: Straße (Zeitfahren, Straßenrennen)

Wolfgang Schattauer Wolfgang Schattauer
Tetraplegie durch Unfall
Sportklasse: H1
Bewerbe: Straße (Straßenrennen, Zeitfahren, Team Relay)

Manfred Putz Manfred Putz
Athlet mit Paraplegie
Sportklasse: H2
Bewerbe: Straße (Straßenrennen, Zeitfahren, Team Relay)



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