Website des Österreichischen Paralympischen Committees

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Paralympischer Reitsport
Reiten/Dressur erlebte seine Premiere als paralympische Sportart 1996 in Atlanta.


Behinderungsgruppen

 
AthletInnen aus folgenden Behinderungsgruppen sind startberechtigt:

AthletInnen mit voller Erblindung B1: AthletInnen mit voller Erblindung
Keine Lichtempfindlichkeit auf beiden Augen bis zu Lichtempfindlichkeit, jedoch unfähig, Umrisse oder eine Hand in irgendeiner Entfernung oder Richtung wahrzunehmen.

AthletInnen mit starker Sehschwaeche
B2: AthletInnen mit sehr starker Sehschwäche
Von der Fähigkeit, die Umrisse einer Hand zu erkennen bis zum Sehvermögen von 2/60 und/oder einem Gesichtsfeld von weniger als 5 Grad.

AthletInnen mit starker Sehschwäche B3: AthletInnen mit starker Sehschwäche
Von einem Sehvermögen über 2/60 bis zu 6/60 und/oder einem Gesichtsfeld von mehr als 5 Grad und weniger als 20 Grad.

AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende unteren, bzw. kombiniert mit den oberen, Extremitäten werden eingeteilt in Oberschenkel- und Unterschenkelamputationen.
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit Armamputationen AthletInnen mit Armamputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende obere Extremitäten werden eingeteilt in Oberarm- und Unterarmamputationen
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit cerebraler Parese AthletInnen mit cerebraler Parese (stehend und sitzend)
Cerebralparese ist eine Beeinträchtigung des Bewegungsablaufs und mangelnde Muskelkontrolle aufgrund von Schädigungen eines oder mehrerer Steuerzentren im Gehirn.
Hilfsmittel: mit Rollstuhl / ohne Rollstuhl

AthletInnen mit Tetraplegie AthletInnen mit Tetraplegie
Tetraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren und oberen Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

AthletInnen mit Paraplegie AthletInnen mit Paraplegie
Paraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

Les Autres Les Autres
Diese Gruppe (“Die Anderen”) umfasst alle AthletInnen mit einer körperlichen Behinderung, die nicht in eine der anderen Klassen eingebunden sind. Hilfsmittel: keine

Klassen

 
 

Grad III
AthletInnen können meist ohne Unterstützung gehen, mit
• mäßigen Behinderungen aller 4 Extremitäten
• einseitigen Behinderungen an Armen und Beinen
• schweren Behinderungen an den Armen und
• AthletInnen, die als B 1 (=vollblind) klassifiziert sind

Grad IV
AthletInnen mit leichten Behinderungen in ein oder zwei Extremitäten und AthletInnen mit eingeschränkter Sehfunktion (B 2, B 3)

Grad IV
AthletInnen mit leichten Behinderungen in ein oder zwei Extremitäten und AthletInnen mit eingeschränkter Sehfunktion (B 2, B 3)

Grad IV
AthletInnen mit leichten Behinderungen in ein oder zwei Extremitäten und AthletInnen mit eingeschränkter Sehfunktion (B 2, B 3)

Grad III
AthletInnen können meist ohne Unterstützung gehen, mit
• mäßigen Behinderungen aller 4 Extremitäten
• einseitigen Behinderungen an Armen und Beinen
• schweren Behinderungen an den Armen und
• AthletInnen, die als B 1 (=vollblind) klassifiziert sind

Grad III
AthletInnen können meist ohne Unterstützung gehen, mit
• mäßigen Behinderungen aller 4 Extremitäten
• einseitigen Behinderungen an Armen und Beinen
• schweren Behinderungen an den Armen und
• AthletInnen, die als B 1 (=vollblind) klassifiziert sind

Grad I
AthletInnen sind in der Mehrzahl RollstuhlfahrerInnen und AthletInnen mit
• geringer Rumpfstabilität und/oder
• Einschränkungen aller 4 Extremitäten oder
• ohne Rumpfstabilität mit guten Funktionen der Arme

Grad II
AthletInnen sind in der Mehrzahl RollstuhlfahrerInnen und AthletInnen mit schweren lokomotorischen Einschränkungen, mäßiger Rumpfstabilität, mit guten bis mäßig eingeschränkten Armfunktionen und AthletInnen mit schweren einseitigen Behinderungen an Armen und Beinen

Grad I
AthletInnen sind in der Mehrzahl RollstuhlfahrerInnen und AthletInnen mit
• geringer Rumpfstabilität und/oder
• Einschränkungen aller 4 Extremitäten oder
• ohne Rumpfstabilität mit guten Funktionen der Arme

Grad II
AthletInnen sind in der Mehrzahl RollstuhlfahrerInnen und AthletInnen mit schweren lokomotorischen Einschränkungen, mäßiger Rumpfstabilität, mit guten bis mäßig eingeschränkten Armfunktionen und AthletInnen mit schweren einseitigen Behinderungen an Armen und Beinen

Bewerbe

 
Der Wettbewerb besteht aus 2 Teilen: Pflicht & Kür

Einzel und Team

Einzel und Team

Einzel und Team

Einzel und Team

Einzel und Team

Einzel und Team

Einzel und Team

Einzel und Team

Einzel und Team

Unterschiede

 
Unterschied zwischen dem Paralympischen Reitsport und dem Reitsport

Frauen und Männer starten gemeinsam, eingeteilt in Klassen je nach Grad der Behinderung. Zusätzlich gibt es einen Teambewerb für 3 bis 4 AthletInnen.
Der Wettbewerb besteht aus 2 Teilen: einem Test von fix vorgegebenen Bewegungen (Pflicht) und einem freien Test zur Musik (Kür).
Die AthletInnen werden von einer Jury nach ihrem Können bewertet, wobei sie Kommandos für Schritt, Trab und Galopp benutzen.

Die AthletInnen werden nach ihren funktionalen Fähigkeiten in 4 Klassen (Grade) eingeteilt. Reitkenntnisse und die Geschicklichkeit am Pferd sind kein Faktor für die Klassifizierung. Verschiedene Dressur-Tests für jeden Grad werden zur Klassifizierung herangezogen.

ReiterInnen dürfen erlaubte Hilfsmittel wie Reitpeitschen, Zügelstangen und ähnliches verwenden. Seit 2006 ist der Dachverband des Reitsports FEI (International Equestrian Federation) auch für den Behinderten-Reitsport zuständig.

In Grad I und II werden die Tests nur in Schritt und Trab ausgeführt, in Grad III und IV beinhalten die Tests auch Galopp und Seitarbeit. Beobachtungen der Klassifizierer bei Training und großen Wettbewerben zusammen mit anderen Daten können zu einer Neuevaluierung von AthletInnen führen.

AthletInnen

 


   

   

   

   

   

Wolfgang Haller

Thomas Haller

spastische Diplegie
Klassifizierung: GRADE II
Bewerbe: Einzel

Josef Puch

Josef Puch

inkompletter hoher Querschnitt
Klassifizierung: GRADE Ib
Bewerbe: Einzel




   
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