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Rollstuhl-Tennis
Die ersten Bewerbe im Rollstuhltennis fanden bei den Paralympics 1992 in Barcelona statt. Seitdem wird diese Sportart immer populärer, sowohl bei den AthletInnen als auch bei den ZuseherInnen. Rollstuhl-Tennis wird nach den internationalen Tennis-Regeln der Nicht-Behinderten gespielt und erfordert ein hohes Ausmaß an technischem Können, Fitness und Strategie.


Behinderungsgruppen

 
AthletInnen aus folgenden Behinderungsgruppen sind startberechtigt:

AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende unteren, bzw. kombiniert mit den oberen, Extremitäten werden eingeteilt in
Oberschenkel- und Unterschenkelamputationen.
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit Armamputationen AthletInnen mit Armamputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende obere Extremitäten werden eingeteilt in Oberarm- und Unterarmamputationen
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit cerebraler Parese AthletInnen mit cerebraler Parese (stehend und sitzend)
Cerebralparese ist eine Beeinträchtigung des Bewegungsablaufs und mangelnde Muskelkontrolle aufgrund von Schädigungen eines oder mehrerer Steuerzentren im Gehirn.
Hilfsmittel: mit Rollstuhl / ohne Rollstuhl

AthletInnen mit Tetraplegie AthletInnen mit Tetraplegie
Tetraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren und oberen Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

AthletInnen mit Paraplegie AthletInnen mit Paraplegie
Paraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

Les Autres Les Autres
Diese Gruppe (“Die Anderen”) umfasst alle AthletInnen mit einer körperlichen Behinderung, die nicht in eine der anderen Klassen eingebunden sind. Hilfsmittel: keine

Klassen

 
 

Teilnahmeberechtigt sind alle AthletInnen, die einen permanenten substantiellen oder totalen Verlust der Bewegungsfähigkeit in einem oder beiden Bein/en haben.

Das Zulassungskriterium für AthletInnen ist der medizinische Nachweis über die Behinderung der Bewegungsfähigkeit.
Die AthletInnen müssen einen permanenten substanziellen oder vollständigen Verlust der Bewegungsfähigkeit in einem oder beiden Beinen nachweisen.

Wenn aufgrund der funktionellen Einschränkungen AthletInnen nicht in der Lage sind, an Tennisturnieren der Nicht-Behinderten teilzunehmen (wenn sie nicht die Beweglichkeit besitzen, jeden Ort des Spielfelds ohne Hilfsmittel in angemessener Geschwindigkeit zu erreichen), sind die AthletInnen berechtigt, an sanktionierten ITF-Turnieren teilzunehmen.
AthletInnen, die an sanktionierten ITF-Turnieren teilnehmen, müssen sich bei den Paralympics keiner Klassifizierung unterziehen.
AthletInnen in der QUAD-Division (eigene Klasse) haben Behinderungen in 3 oder mehr Extremitäten.

Bewerbe

 
Medaillen werden in 6 Bewerben vergeben:

• Herren-Einzel
• Damen-Einzel
• Herren-Doppel
• Damen-Doppel
• Quad-Einzel und
• Quad-Doppel

Unterschiede

 
Unterschiede zum Tennis

Der Ball darf zweimal im Feld aufspringen, einmal innerhalb der eigenen Spielfeldhälfte, bevor er gespielt werden muss.

Zu Einzel und Doppel gibt es zusätzlich (gemischte) Tetraplegigker-Einzel und -Doppel.
Gespielt wird auf 3 Sätze. Wer als erstes 2 Sätze für sich entscheidet, gewinnt das Match.
Es darf auch mit elektrischen Rollstühlen gespielt werden, wenn diese auch im täglichen Leben notwendig sind - wenn einmal in einem elektrischen Rollstuhl gespielt wurde, darf in keiner anderen Kategorie mehr angetreten werden.

Der internationale Fachverband für Rollstuhl-Tennis ist die Internationale Tennis Federation (ITF). Es wird weltweit in über 70 Ländern praktiziert.

AthletInnen

 
 




   

   

   

 Martin Legner Martin Legner
Bewerbe: Einzel, Team

   
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