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Schwimmen
Schwimmen ist paralympische Sportart der ersten Stunde. Schon bei den Paralympics 1960 in Rom waren die Schwimmbewerbe prominent vertreten. Wie bei den Olympischen Spielen messen die AthletInnen ihre Fähigkeiten im Freistil-, Rücken-, Delphin- und Brustschwimmen, sowie in Lagenbewerben.


Behinderungsgruppen

 
AthletInnen aus folgenden Behinderungsgruppen sind startberechtigt:

AthletInnen mit voller Erblindung B1: AthletInnen mit voller Erblindung
Keine Lichtempfindlichkeit auf beiden Augen bis zu Lichtempfindlichkeit, jedoch unfähig, Umrisse oder eine Hand in irgendeiner Entfernung oder Richtung wahrzunehmen.

AthletInnen mit starker Sehschwaeche
B2: AthletInnen mit sehr starker Sehschwäche
Von der Fähigkeit, die Umrisse einer Hand zu erkennen bis zum Sehvermögen von 2/60 und/oder einem Gesichtsfeld von weniger als 5 Grad.

AthletInnen mit starker Sehschwäche B3: AthletInnen mit starker Sehschwäche
Von einem Sehvermögen über 2/60 bis zu 6/60 und/oder einem Gesichtsfeld von mehr als 5 Grad und weniger als 20 Grad.

AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende unteren, bzw. kombiniert mit den oberen, Extremitäten werden eingeteilt in Oberschenkel- und Unterschenkelamputationen.
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit Armamputationen AthletInnen mit Armamputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende obere Extremitäten werden eingeteilt in Oberarm- und Unterarmamputationen
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit cerebraler Parese AthletInnen mit cerebraler Parese (stehend und sitzend)
Cerebralparese ist eine Beeinträchtigung des Bewegungsablaufs und mangelnde Muskelkontrolle aufgrund von Schädigungen eines oder mehrerer Steuerzentren im Gehirn.
Hilfsmittel: mit Rollstuhl / ohne Rollstuhl

AthletInnen mit Tetraplegie AthletInnen mit Tetraplegie
Tetraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren und oberen Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

AthletInnen mit Paraplegie AthletInnen mit Paraplegie
Paraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

Les Autres Les Autres
Diese Gruppe (“Die Anderen”) umfasst alle AthletInnen mit einer körperlichen Behinderung, die nicht in eine der anderen Klassen eingebunden sind. Hilfsmittel: keine

AthletInnen mit mentaler Behinderung AthletInnen mit mentaler Behinderung
wie Lernbehinderung und Verhaltens-störungen etc., die einen IQ von unter 75 aufweisen, und von der legitimierten Sport-organisation, INAS-FID, anerkannt wurden

Klassen

 
 

S11/SB11/SM11
vollblinde AthletInnen (B1), die sichtundurchlässige Brillen tragen müssen und Hilfe von außen bei der Wende und am Ziel benötigen

S12/SB12/SM12
AthletInnen mit starker Sehbehinderung (B2), die noch Umrisse erkennen können. Es besteht eine große Bandbreite der Sehfähigkeit innerhalb dieser Klasse.

S13/SB13/SM13
AthletInnen mit eingeschränkten Sehfähigkeiten (B3)

S1/SB1/SM1
AthletInnen mit schwersten Koordinationsproblemen aller 4 Extremitäten oder AthletInnen, die bis auf geringfügige Benützung der Schultern weder Beine, den Rumpf noch Arme einsetzen können

S2/SB2/SM2
AthletInnen mit ähnlichen Behinderungen wie S1, besitzen aber mehr Vortrieb bei Benützung der Arme und Beine

S3/SB3/SM3
AthletInnen führen angemessene Armzüge durch, ohne Funktionalität in Rumpf und Beinen, schwere Einschränkungen der Funktionen in allen 4 Extremitäten, bessere Fähigkeiten als S2

S4/SB4/SM4
• AthletInnen benützen ihre Arme und haben geringfügige Einschränkungen in den Händen, ohne Funktionalität in Rumpf und Beinen, haben stärkere Koordinationsprobleme in den Beinen
• AthletInnen mit Verlusten an 3 Extremitäten, bessere Fähigkeiten als S3

S5/SB4/SM5
AthletInnen, die uneingeschränkt Arme und Hände benutzen können, ohne Funktionalität in Rumpf und Beinen, SchwimmerInnen haben Koordinationsprobleme

S6/SB5/SM6
• AthletInnen mit uneingeschränkten Arm- und Handfunktionen, wenig Rumpfkontrolle, ohne Beinfunktionen, SchwimmerInnen haben Koordinationsprobleme, können jedoch gehen.
• zwergwüchsige AthletInnen
• AthletInnen mit Verlusten an 2 Extremitäten

S7/SB6/SM7
• AthletInnen mit vollen Arm- und Rumpffunktionen und geringen Beinfunktionen,
• AthletInnen mit Koordinationsproblemen oder Schwäche auf einer Körperseite
• AthletInnen mit Verlust an 2 Extremitäten

S8/SB7/SM8
• AthletInnen mit vollen Arm- und Rumpffunktionen und geringen Beinfunktionen
• AthletInnen mit nur einem einsetzbaren Arm und teilweisem Gliedmaßenverlust

S9/SB8/SM9
• AthletInnen mit erheblichen Schwächen an nur einem Bein und geringen Koordinationsproblemen
• AthletInnen mit einem Gliedmaßenverlust
SchwimmerInnen starten normalerweise außerhalb des Wassers

S10/SB9/SM10
• AthletInnen mit geringen Schwächen an den Beinen
• AthletInnen mit Einschränkungen der Hüftgelenksbewegungen
• AthletInnen mit geringen Deformitäten an den Füßen oder geringem Verlust eines Teils einer Extremität

 

Bewerbe

 
Insgesamt können in 148 Bewerben Medaillen errungen werden

• 50 m, 100 m und 400 m Freistil
• 100 m Rückenschwimmen
• 100 m Brustschwimmen
• 100 m Delphinschwimmen
• 200 m Lagen

• 50 m, 100 m und 400 m Freistil
• 100 m Rückenschwimmen
• 100 m Brustschwimmen
• 100 m Delphinschwimmen
• 200 m Lagen

• 50 m, 100 m und 400 m Freistil
• 100 m Rückenschwimmen
• 100 m Brustschwimmen
• 100 m Delphinschwimmen
• 200 m Lagen

• 50 m, 100 m, 200 m und 400 m Freistil
• 50 m und 100 m Rückenschwimmen
• 50 m und 100 m Brustschwimmen
• 100 m Delphinschwimmen
• 150 m und 200 m Lagen
• 4x100m Lagen-Staffel und 4x100m Freistil-Staffel

• 200 m Freistil
• 100 m Rückenschwimmen
• 100 m Brustschwimmen

Unterschiede

 
Unterschied zwischen dem Paralympischen Schwimmsport und dem Schwimmsport

In jeder Klasse dürfen Schwimmer, mit Rücksicht auf ihre Behinderung, mit einem Startsprung, vom Beckenrand aus oder direkt aus dem Wasser starten, dies wird durch einen Parameter bei der Klassifizierung berücksichtigt.

Die Wettbewerbe folgen den Regeln der International Swimming Federation (FINA), mit wenigen Modifizierungen wie z.B. optionale Plattform- oder Wasser-Starts für einige Rennen, sowie den Gebrauch von Signalen oder “Tappers” für SchwimmerInnen mit Sehbehinderung.

Klassifizierung:
S1-S10 AthletInnen mit physischen Behinderungen
S11-S13 AthletInnen mit Sehbehinderung
S14 AthletInnen mit einer geistigen Behinderung
Der Großbuchstabe “S” vor der Klassenziffer kennzeichnet die Klassen für Freistil-, Rücken- und Delphinschwimmen
Die Abkürzung “SB” vor der Klasse bezeichnet die Klasse für das Brustschwimmen
Die Abkürzung “SM” bezeichnet die Klasse für das Lagenschwimmen

AthletInnen

 





Peter Tichy Peter Tichy
Athlet mit sehr starker Sehschwäche
Sportklasse: B2


   

   

Andres Daniel Onea Andreas Daniel Onea
Amputation des linken Armes
Sportklasse: SB8/SB8/SM8
Bewerbe:
100m Brust, 50 Freistil, 100m Delfin, 200m Lagen

   

Sabine Weber-Treiber Sabine Weber-Treiber
Athletin mit Tetraplegie
Sportklasse: S6/SB5




   

   
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