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Segeln
Segeln ist eine relativ neue Sportart bei den Paralympics. Als Demonstrationsbewerb 1996 in Atlanta eingeführt, erlebte es seine paralympische Premiere als Medaillenbewerb bei den Paralympics SYDNEY 2000. 80 AthletInnen, nehmen vom 1. bis 6. September 2012 an den Paralympics in London teil.


Behinderungsgruppen

 
AthletInnen aus folgenden Behinderungsgruppen sind startberechtigt:

AthletInnen mit voller Erblindung B1: AthletInnen mit voller Erblindung
Keine Lichtempfindlichkeit auf beiden Augen bis zu Lichtempfindlichkeit, jedoch unfähig, Umrisse oder eine Hand in irgendeiner Entfernung oder Richtung wahrzunehmen.

AthletInnen mit starker Sehschwaeche
B2: AthletInnen mit sehr starker Sehschwäche
Von der Fähigkeit, die Umrisse einer Hand zu erkennen bis zum Sehvermögen von 2/60 und/oder einem Gesichtsfeld von weniger als 5 Grad.

AthletInnen mit starker Sehschwäche B3: AthletInnen mit starker Sehschwäche
Von einem Sehvermögen über 2/60 bis zu 6/60 und/oder einem Gesichtsfeld von mehr als 5 Grad und weniger als 20 Grad.

AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen AthletInnen mit Bein- /(Arm-) Amputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende unteren, bzw. kombiniert mit den oberen, Extremitäten werden eingeteilt in Oberschenkel- und Unterschenkelamputationen.
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit Armamputationen AthletInnen mit Armamputationen
Menschen mit Amputationen oder von Geburt an fehlende obere Extremitäten werden eingeteilt in Oberarm- und Unterarmamputationen
Hilfsmittel: mit Prothese / ohne Prothese

AthletInnen mit cerebraler Parese AthletInnen mit cerebraler Parese (stehend und sitzend)
Cerebralparese ist eine Beeinträchtigung des Bewegungsablaufs und mangelnde Muskelkontrolle aufgrund von Schädigungen eines oder mehrerer Steuerzentren im Gehirn.
Hilfsmittel: mit Rollstuhl / ohne Rollstuhl

AthletInnen mit Tetraplegie AthletInnen mit Tetraplegie
Tetraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren und oberen Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

AthletInnen mit Paraplegie AthletInnen mit Paraplegie
Paraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren Extremitäten. Hilfsmittel: Rollstuhl

Les Autres Les Autres
Diese Gruppe (“Die Anderen”) umfasst alle AthletInnen mit einer körperlichen Behinderung, die nicht in eine der anderen Klassen eingebunden sind. Hilfsmittel: keine

Klassen

 
 

Das Klassifizierungssystem im Segeln basiert auf 4 Faktoren:

• Stabilität
• Handfunktion
• Mobilität
• Sehfähigkeit

Ein Punktesystem basierend auf den funktionalen Fähigkeiten erlaubt AthletInnen von verschiedenen Behinderungsgruppen gegeneinander anzutreten. Nach der Evaluierung der AthletInnen mit funktionalen Einschränkungen durch das Klassifizierungs-Kommittee, erhalten sie Punkte, basierend auf ihren funktionalen Fähigkeiten, auf einer Skala von 1-7, 1 für den niedrigsten und 7 für den höchsten Grad von Funktionalität.

AthletInnen mit Sehbehinderung werden in drei Wettbewerbsklassen aufgeteilt, je nach Sehschärfe und Größe des Sehfeldes.
Um die Teilnahme von AthletInnen mit allen (sowohl niedrigen als auch hohen) Punkten und aus allen Behinderungsgruppen sicherzustellen, gibt es für den Teambewerb eine Maximalzahl von Punkten pro Team, die nicht überschritten werden darf. Maximalzahl = 14

Dies ermöglicht auch SeglerInnen mit schweren physischen Behinderungen, an den Paralympics teilzunehmen.

Bewerbe

 
 

Die AthletInnen starten in 3 verschiedenen Bewerben, die alle gemischt (Frauen und Männer) durchgeführt werden:

2.4mR
1 Frau/Mann Einzel

Sonar
3 Frau/Mann ( offen für fast alle Behinderungsgruppen)

SKUD 18
2 Frau/Mann, speziell für AthletInnen mit schweren Behinderungen vorgesehen

Unterschiede

 
Unterschiede zwischen Paralymischem Segeln und Segeln

Segeln wird international von der International Federation for Disabled Sailing (IFDS) organisiert, die eng mit der International Sailing Federation (ISF) zusammenarbeitet. Segeln ist eine der aufstrebenden Sportarten im Behindertensport und wird heutzutage bereits weltweit in 50 Nationen sowohl als Entwicklungs-Sportart als auch auf internationalem Wettkampfniveau betrieben.

Es gibt ein Punktesystem, bei dem zwischen 1 (niedrigste Funktionsfähigkeit) und 7 (höchste Funktionsfähigkeit) Punkte vergeben werden - aufgrund der verschiedenen Behindertengruppen, die gemeinsam segeln. In einer Mannschaft (= ein Boot) darf die Gesamtpunktezahl von 14 nicht überschreiten.

AthletInnen

 


Edmund Rath Edmund Rath
Blind durch eine Böllerschussverletzung
Bewerbe: Sonar
Position auf der Sonar: Großschot

   

   

Kurt Badstöber Kurt Badstöber
Motorradunfall 1997, seitdem fehlt der rechte Arm und das linke Bein
Bewerbe: Sonar
Position auf der Sonar: Vorschoter

Sven Reiger Sven Reiger
seit der Geburt fehlender linker Unterarm
Bewerbe: Sonar
Position auf der Sonar: Steuermann

   

   




   
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