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Großkampftag für die Tischtennis-Abteilung des ÖPC-Teams bei den XV. Paralympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro. Krisztian Gardos spielt Sonntag unter den letzten Acht, Stani Fraczyk scheiterte im Viertelfinale und Doris Mader – Silbermedaillengewinnerin von London 2012 – musste sich im Achtelfinale geschlagen geben.


                        
Seine zweite Vorrunden-Partie gestaltete Stanislaw Fraczyk nicht ganz so dramatisch wie die erste. Der 63-jährige dreifache Paralympics-Sieger und siebenfache Medaillengewinner besiegte den Engländer Ashley Facey Thompson 11:8, 12:10, 10:6 und erreichte damit das Viertelfinale. Dort traf er auf den um 33 Jahre jüngeren Niederländer Gerben Last, dem er zwar einen erbitterten Fight lieferte, dann aber doch ausschied. 7:11, 10:12, 13:11, 5:11 lautet das Endergebnis. "Gegen ihn habe ich von zehn Partien acht Mal gewonnen, aber immer sehr schwer getan", sagte Fraczyk. "Durch die Verletzung und den Trainingsrückstand ist es sich diesmal leider nicht ausgegangen. Schade, das war wahrscheinlich das letzte Einzelspiel meiner Karriere. Ich hab schon in Stockerau gesagt: Ich werde in Rio meinen Schläger in den Atlantik werfen und eine kleine Beerdigung machen." Noch geht das nicht: Eine Chance hat er noch im Teambewerb.
 
Doris Mader spielte gegen die US-Amerikanerin Pamela Fontaine bereits um ihre letzte Chance – und die nutzte sie vorerst: Die Paralympics-Zweite von London gewann den ersten Satz 12:10, machte es im zweiten mit 15:13 noch spannender. Den dritten Satz gewann die 40-jährige Sportlehrerin klar mit 11:6 und qualifizierte sich so fürs Achtelfinale. Dort war dann leider Endstation: 9:11, 3:11, 7:11 gegen Jiyu Yoon aus Südkorea. Auch die erste Vorrunden-Partie hatte Doris Mader gegen eine Koreanerin verloren. „Die Koreanerinnen waren diesmal mein Schicksal.“
 

Krisztian Gardos bekam es in der zweiten Runde mit dem Brasilianer Carlos Carbinatti und mit der großartigen Stimmung in der Halle zu tun. Doch er setzte sich auch als „Auswärtsspieler“ durch: 9:11, 11:7, 11:4, 9:11, 11:9. „Das hätte enger nicht sein können.“, sagte der 41-Jährige. „Ich bin am Ende ruhiger geblieben als er, obwohl ich im Rückstand war.“ Dann habe er  zwei oder drei Big Points gemacht. „Die waren ausschlaggebend.“ Sein Viertelfinalgegner ist der Bulgare Denislav Kodjabashev (Sonntag 9:30 Uhr Ortszeit).
 
Sabine Weber-Treiber verpasste das Finale über 50 Meter Freestyle um 0,85 Sekunden und wurde insgesamt Zehnte. Das ist eine Verbesserung um fünf Plätze gegenüber London. Ein Kuriosum: Sie musste sich mit der ursprünglich zeitgleichen Mexikanerin Gonzalez den zehnten Platz ausschwimmen, verlor dabei aber knapp. Die stärkste Disziplin der Mödlingerin kommt allerdings noch: Über 100 Meter Brust wurde sie in London Vierte. Schon am Sonntag um 9:44 (Ortszeit) wird es für sie daher ernst.

Fahnenträger Wolfgang Eibeck erreichte in der 4000 m Einzelverfolgung auf der Bahn den achten Platz. Doch die beiden wichtigeren Einsätze (Straßenrennen und Zeitfahren) des 43-Jährigen kommen erst. Der Sieg ging an den Ukrainer Dementyew.
 
Der Ruder-Vierer mit Maria Dorn, Heidi Pahl, Thomas Ebner, Benjamin Strasser und Steuerfrau Erika Buchinger belegte Platz fünf im Hoffnungslauf und startet am Sonntag (9:40 Ortszeit) im B-Finale.

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