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Die Ruhe vor dem Sturm: Sogar Segler Sven Reiger musste am Dienstag wegen Flaute pausieren. Doch Mittwoch ist für das ÖPC-Team Großkampftag bei den XV. Paralympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro.

Die Radsportler Thomas Frühwirth, Walter Ablinger, Wolfgang Schattauer und Wolfgang Eibeck bestreiten in ihren jeweiligen Klassen das Zeitfahren. Markus „Mendy“ Swoboda ist bei der paralympischen Premiere im Kanu dabei und zählt in seinem Vorlauf zu den Favoriten. Das Tischtennis-Team bestreitet das Achtelfinal-Match gegen die Niederlande. Dabei spielen Routinier Stanislaw Fraczyk und Bronzemedaillengewinner Krisztian Gardos Einzel und Doppel.

Paralympics-Sieger Pepo Puch: Nach London auch in Rio auf Kurs
Österreichs Dressur-Mannschaft mit Julia Sciancalepore, Martin Michael Knauder, Thomas Haller und Pepo Puch liegt vor der Team-Entscheidung auf Platz 7. Mittwoch beginnen die Individual-Durchgänge, die ebenfalls noch für die Teamwertung herangezogen werden. Den Anfang macht Pepo Puch, der mit demselben Ritt in seiner Klasse gleichzeitig auch um eine Einzelmedaille reitet. Würde man seine Einzelleistung aus dem Teambewerb herausrechnen, hätte er den zweiten Platz belegt. Die Medaillenchance lebt!



ÖPC-Partner Kornspitz bäckt Synergien mit Jordanien

Hoher Besuch im Botafogo Club: Die beiden jordanischen Prinzen HRH Ra’ad Bin Zaid (Präsident des Jordanischen Paralympischen Committees) und HRH Mired Ra'ad Al Hussein (Präsident der höchsten Behinderten-Organisation des Landes) gaben dem Österreichhaus die Ehre. „Wir haben dem jordanischen Team zu zwei Silbermedaillen im Gewichtheben gratuliert“, sagte ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat, „abgesehen davon war uns der Erfahrungsaustausch und die Abwägung künftiger Synergien in der paralympischen Zusammenarbeit wichtig.“



Der Kontakt zum jordanischen Team kam über Wolfgang Mayer, Marketing-Manager eines der wichtigsten ÖPC-Partner (Backaldrin), zu Stande. „Wir sind seit über zwanzig Jahren in Jordanien engagiert“, berichtet Mayer. Backaldrin mit dem „Flaggschiff“ Kornspitz ist seit 2015 auch Partner des Jordanischen Paralympischen Committees. „Es gibt auch in anderen Bereichen sehr gute Zusammenarbeit zwischen Österreich und Jordanien“, sagte Prinz Ra’ad. „Der Sport findet viele neue Wege.“

Sportsgeist in der Küche und im Service
Wege finden – genau das tut der Sport auch im Tourismus. Auch darum sind die Tourismusschulen Modul der Wirtschaftskammer Wien schon seit über sechs Jahren (Winterspiele Vancouver 2010) Partner des ÖPC. „Die Nähe meines Teams zu den Sportlerinnen und Sportlern, das Gefühl mittendrin zu sein bei Siegesfeiern. Das ist schon etwas ganz Spezielles“, sagt Gottfried Gansterer, der gemeinsam mit Christian Waxmund das aus 14 Schülerinnen und Schülern bestehende Modul-Team im Österreich-Haus in Rio führt.



Die angehenden Tourismus-Kaufleute sammeln wertvolle Erfahrungen. Gansterer (59-jähriger Küchenchef aus Kirchberg am Wechsel) und Waxmund (52-jähriger Servicechef aus Wien) haben aus 600 Bewerbern 14 ausgewählt. Der „Mann fürs Grobe“ in diesem jungen Team (zwischen 18 und 28 Jahre) ist Jonas Ceh, der vor kurzem mit dem österreichischen Team bei der Junioren-WM im Football den guten fünften Platz belegte. „Einer der so viele schwere Kisten schleppen kann hat mir früher gefehlt“, sagt Chefkoch Gansterer.



Tourismusschulen Modul: Football-Power und Feingefühl

Apropos schleppen: Das Modul-Team konnte keine Lebensmittel aus Österreich mitnehmen. „Das ist eine Herausforderung, weil wir hier den Anspruch haben, österreichische Gerichte zu bieten“, berichtet er. „Aber besonders das Rindfleisch hat sensationelle Qualität.“ Was essen die Sportler gern? Diese Frage steht stets im Fokus. „Darum haben wir diesmal eine Palatschinkenstation eingerichtet.“ Gansterer und Waxmund sind schon zum sechsten Mal gemeinsam bei Großereignissen: „Manchmal fliegen schon die Fetzen, doch das darf keiner merken“, lacht Waxmund. Noch so eine Parallele zum Spitzensport – neben Teambuilding, Erfahrung und Fairness. Das Modul-Team lebt mit und lernt von den paralympischen Athletinnen und Athleten. „Für viele ist das die Zeit ihres Lebens!“

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