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Siebente Medaille für Österreich bei den XV. Paralympischen Spielen 2016 in Rio: Pepo Puch und sein Pferd Fontainenoir gewannen in der Dressur-Kür die Silbermedaille.

Puch, der schon im Dressur-Einzelbewerb Gold geholt hatte, startete am Freitag auf seinem elfjährigen Hengst Fontainenoir im Individual Freestyle Test (Grade IB), in dem er 2012 in London gewonnen hatte. Zu Walzerklängen bestritt der Steirer seine Kür und schaffte den hohen Score von 76,750. Doch Lee Pearson, der erfolgreichste Reiter der paralympischen Geschichte, auf Zion war diesmal um einen Tick besser (77,400). Der Brite, der in der Einzel-Dressur hinter Puch Zweiter geworden war, eroberte seine bereits elfte paralympische Goldmedaille. Die Dänin Stinna Kaastrup auf Smarties machte erneut Bronze.



„Ich bin überglücklich, dass mir das hier gelungen ist“, jubelte Pepo Puch über seinen Silber-Ritt. „Das waren großartige Paralympische Spiele für mich. Und ich bin sehr stolz, dass ich Gold und Silber gewonnen habe. Es ist nicht leicht, der Level ist sehr hoch. Und deswegen bin ich sehr froh, dass ich das so hinbekommen habe.“ Er habe ein paar kleine Fehler drinnen gehabt, daher sei das Ergebnis so auch völlig korrekt. „Eines muss man sagen: Eine Silbermedaille ist niemals eine Niederlage!“

Günther Matzinger souverän – Österreichischer Rekord durch Andy Onea

Neue persönliche Bestzeit und österreichischer Rekord für Andy Onea in seinem Vorlauf über 50 Meter Freistil: Mit 29,49 verfehlte der Bronzemedaillengewinner über 100 Meter Brust zwar das Finale und wurde insgesamt 15., doch er verbesserte die alte österreichische Bestmarke um 0,27 Sekunden (bisher 29,76).

Günther Matzinger zog im Olympiastadion als Vorlauf-Sieger mit der drittbesten Zeit (49,90) ins Finale über 400 Meter ein. Dort wird er am Samstag (18:05 Ortszeit / 23:05 MESZ) versuchen, seinen Paralympics-Sieg von 2012 in London zu wiederholen. „Das hat von außen sicher leichter ausgeschaut als es war“, kommentierte er seinen Lauf. „Ich musste schon ganz schön Gas geben, um die direkte Qualifikation zu schaffen. Die Konkurrenz ist viel stärker geworden. Es wird sicher ein enges Rennen.“ Der Salzburger läuft die Stadionrunde mit einer Armprothese, die ihm auch als Schwungarm dient.

Segler Sven Reiger vergab mit Platz 10 in der 9. Wettfahrt seine letzte – ohnehin nur noch theoretische – Medaillenchance. Der Burgenländer liegt auf dem achten Gesamtrang. Zwei Wettfahrten sind noch ausständig.

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