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Neue Richtlinie: Mehr Plätze und optimierte Rahmenbedingungen im Heeressport. Die Plätze für Sportlerinnen und Sportler mit Beeinträchtigung werden von 5 auf 20 aufgestockt.

Sportminister Hans Peter Doskozil hat seinen Worten Taten folgen lassen. Als der Burgenländer am 3. Oktober 2016 die ersten fünf Para-Athleten in der Südstadt ihre Dienstverträge als Heeressportler unterschrieben, meinte er: „Das ist ein wichtiger Schritt für den österreichischen Behindertensport, aber erst der Anfang. Wir werden diese Zahl in den nächsten Monaten weiter aufstocken.“

Fast auf den Tag genau ein Jahr später war es am Mittwoch nun so weit. In der Rossauer Kaserne wurde die neue Richtlinie „Heeressport 300“ präsentiert. Darin stecken mehr Plätze für Sportlerinnen und Sportler, nämlich 300 insgesamt, sowie optimierte Rahmenbedingungen im Heeressport und Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten für Heeressportler neben der sportlichen Karriere. Die Zahl der Plätze für Athletinnen und Athleten mit Behinderung wurde von 5 auf 20 aufgestockt.

"Rasante Entwicklung"

„Wir haben sehr lange für die Öffnung der Heeressportzentren für die behinderten Sportlerinnen und Sportler gekämpft. Der Spitzensport von Menschen mit Behinderungen erfuhr in den letzten Jahren auf nationaler und internationaler Ebene eine rasante Entwicklung. Das erfordert nicht nur intensives Training, sondern auch eine langfristig ausgelegte Planung der Karriere“, sagt ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat.

Paralympics-Teilnehmer Nico Langmann zieht nach den ersten zwölf Monaten als Heeressportler eine mehr als positive Bilanz: „Das ist das Beste, was mir bislang in meiner Karriere passiert ist. Nun habe ich ideale Voraussetzungen, um meinen Sport professionell ausüben zu können.“

Die Dienstverhältnisse erstrecken sich auf den Zeitraum bis zu den Olympischen und Paralympischen Spielen 2020 in Tokio. Die Arbeitsplätze sind im Organisationsplan für die Heeressportzentren verankert und werden nach einer Beurteilung und einem Vorschlag des ÖPC, ÖBSV, HSZ und des Generalstabes des Bundesheeres besetzt.

 

Damit befinden sich nun vorerst folgende Behinderten-SportlerInnen im Heeressport:

1. Oktober 2016: Nico Langmann (Rollstuhltennis), Andreas Onea (Schwimmen), Markus Swoboda (Kanu), Daniel Pauger (Rollstuhl-Tischtennis), Günther Matzinger (Leichtathletik)

1. November 2017: Natalija Eder (Leichtathletik), Katrin Neudolt (Badminton), Claudia Lösch (Ski-Alpin), Julia Sciancalepore (Reiten), Walter Ablinger (Radfahren), Thomas Frühwirth (Radfahren), Alexander Gritsch (Radfahren), Yvonne Sabine Marzinke (Radfahren), Krisztian Gardos (Tischtennis). 

1. Jänner 2018: Oliver Dreier (Triathlon).

1. April 2018: Nico Pajantschitsch (Ski-Alpin), Christoph Schneider (Ski-Alpin).

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