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Thomas Frühwirth beendet seine Saison 2017 beim New York Marathon und zieht danach eine mehr als positive Bilanz. Plus: Was er 2018 vorhat!


Für viele heimische Sommersportler war die Lotterien Sporthilfe-Gala der Schlusspunkt einer langen Saison. Nicht so für Thomas Frühwirth, der in der Kategorie „Sportler mit Behinderung“ unter den Top-3 war. Der Steirer brach am Tag danach nach New York auf, um seine Marathon-Mission im „Big Apple“ und also bei den wichtigsten 42,195 Kilometern der Welt zu Ende zu bringen.

„Die Vorzeichen waren nicht die besten, da ich mir im Training eine Blasenentzündung zugezogen hatte. Aber der verordnete Nierentee hat das Ruder noch herumgerissen“, so der erfolgreiche Rollstuhl-Athlet, für den sich im Rennen die Geschichte von Boston und Chicago wiederholte. „Die Spitzengruppe war bereits nach einigen hundert Metern weg, so war es wieder ein Einzelzeitfahren für mich.“ Am Ende wurde es Platz 15 für den 36-Jährigen, seine Zeit: 1:53:08 Stunden.

Und trotz Schinderei auf der anspruchsvollen Strecke durch NYC auch ein Genuss. „New York ist nicht umsonst einer der härtesten Marathons, speziell wegen der steilen Brücken. Aber es war ein lässiger Abschluss einer sehr erfolgreichen Hollywood-Saison.“ Die sich einen Oscar für Vielseitigkeit verdient hat: Kurzstrecke, Langstrecke, Paracycling, Paratriathlon, Rennrollstuhlsport, … „Tigger Tom“ hat nichts ausgelassen.

Und war obendrein sehr erfolgreich, wie ein Blick in die sportliche Bilanz belegt. Siege bei den Ironman-Rennen in Podersdorf und Korea, EM-Silber im Paratriathlon in Kitzbühel, zahlreiche Stockerlplätze im Paracycling-Weltcup, fünf Marathons und die spektakuläre Doppelüberquerung der Alpen mit 12 Pässen und 25.000 Höhenmetern in zehn Tagen. „Insgesamt waren es 36 Rennen an 15 Renn-Wochenenden!“

Nun gönnt sich auch Thomas Frühwirth eine kleine Pause, um den „Reset“-Knopf zu drücken, dann beginnt schon wieder die Vorbereitung auf die Saison 2018. „Nächstes Jahr werde ich mich auf den Paracycling- und Paratriathlon-Weltcup konzentrieren, mit Weltmeisterschaften in beiden Sportarten.“ Das Marathon-Projekt ist abgeschlossen. „Es ist mir gelungen, die größten Marathons der Welt zu genießen und mich dabei trotzdem zu quälen. Das waren tolle sportliche Erlebnisse.“

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