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Mit Nico Pajantschitsch stellen wir den jüngsten rot-weiß-roten Starter im Ski-Team bei den Paralympics 2018 vor.

Die Liebe zum Skisport wurde Nico Pajantschitsch in die Wiege gelegt. Während seiner Kindergarten- und Volksschulzeit besuchte der gebürtige Vorarlberger, dem seit der Geburt der rechte Unterarm fehlt, die ersten Ski-Kurse. Letztendlich hat aber ein Gespräch mit dem Kärntner Paralympics-Goldmedaillengewinner Walter Lackner den Anstoß dazu gegeben, wettkampfmäßig Ski zu fahren.

„Nach einem Schul-Skirennen hat er mich angesprochen. Eine Woche darauf bin ich schon mein erstes Austria Cup Rennen gefahren und habe mich beim SC Petzen angemeldet.“ Ihm sei nach dem Gespräch mit dem Super-G-Goldmedaillengewinner von 2006 sofort klar gewesen, dass rennmäßiges Skifahren seine neue Leidenschaft ist: „Ohne großes Ziel, der Spaß stand im Vordergrund.“

Qualifikation für Sotschi knapp verpasst

Als Teenager startete Pajantschitsch dann bereits im Weltcup und machte auf sich aufmerksam. Die Paralympics 2014 in Sotschi verpasste er nur haarscharf – im Alter von gerade einmal 17 Jahren: „Es war ganz knapp. Ich hatte schon ein Ergebnis und hätte noch eines gebraucht, um die Kriterien zu erfüllen. Leider haben mir 15 Tore im Slalom gefehlt.“ 

In Südkorea ist Pajantschitsch nun dabei und der jüngste Starter im rot-weiß-roten Ski-Team. „Ich möchte meine beste Leistung abrufen, die Ergebnisse kommen dann von ganz alleine. Wenn mir das gelingt, bin ich froh“, blickt er voller Vorfreude auf seine 1. Paralympics. 

Erst Ski-Karriere, dann Lehrer

Das Nesthäkchen ist gleichzeitig ein Allrounder und wird in allen Disziplinen starten. „Die Energie wird kein Problem sein, bei den Spielen sind immer ein bis zwei Tage Pause zwischen den Disziplinen, wo man sich gut erholen kann.“

Pajantschitsch ist es gewohnt, auf mehreren Bällen gleichzeitig zu tanzen. Denn mittlerweile studiert er an der Universität. „Englisch und Geschichte auf Lehramt. Aktuell gilt das Hauptaugenmerk aber dem Skifahren. Studieren ist eine gute Ablenkung, könnte man sagen“, lacht der Kärntner.

Bevor er eine Karriere als Lehrer einschlägt, hat Nico Pajantschitsch aber noch einige Ziele im Skisport. Allen voran die Paralympics in PyeongChang.

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