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Heike Eder überrascht im abschließenden Damen-Slalom mit Bronze. Claudia Lösch muss bitteren Abschied hinnehmen.

Am letzten Wettkampftag der XII. Winter-Paralympics in PyeongChang jubelt Österreich nochmals über eine Medaille: Heike Eder carvt im Slalom sensationell zu Bronze und sichert dem ÖPC das 7. Edelmetall dieser Spiele. Für Claudia Lösch enden ihre 4. Winterspiele mit einem bitteren Ausfall. Snowboarder Patrick Mayrhofer trägt die Fahne bei der Schlussfeier.

Zum Abschluss sorgt Heike Eder für DIE rot-weiß-rote Überraschung der Winterspiele. Die Vorarlbergerin fährt im Slalom sensationell auf Rang drei und darf über die Bronzemedaille jubeln. Im Weltcup schaffte es die 29-jährige Monoskifahrerin bislang noch nicht auf das Podest – ausgerechnet bei den Paralympics gelingt der große Coup.

„Ich freue mich ganz brutal! Die Medaille war nicht unbedingt zu erwarten, ich hatte sicher auch etwas Glück auf meiner Seite. Aber ich habe immer dafür gekämpft und an meine Chance geglaubt.“

Nach dem 1. Lauf liegt Eder an der 5. Stelle, im Finale knallt sie die zweitbeste Laufzeit in den Schnee und überholt überraschend die vor ihr liegende Deutsche Anna Schaffelhuber. Als auch noch Claudia Lösch - zur Halbzeit an der 3. Position – ausscheidet, ist die Medaille Gewissheit. „Für sie tut es mir sehr leid. Im Ziel war ich richtig nervös, das waren die spannendsten Momente meiner Karriere“, so Eder.

Da am heutigen Sonntag die Schlussfeier stattfindet, bekam die Götznerin schon unmittelbar nach dem Rennen und nicht erst später auf der Medal Plaza ihre Medaille. „Ich durfte die Medaille schon bei meinen Teamkollegen bewundern, jetzt habe ich selbst eine. Alle sagen immer dass sie sehr schwer ist und ich muss sagen: Das stimmt“, lacht Eder.

Bitter enden die Paralympics hingegen für Claudia Lösch. Von Platz 3 will sie im Finale voll angreifen – und scheitert. Die neunfache Paralympics-Medaillengewinnerin bleibt gleich beim ersten Tor hängen. Nach einem Steher dreht sie um und fährt noch ein paar Tore weiter, kurz darauf schwingt sie aber ab. „Es ist sehr ärgerlich. Ich bin zu eng auf das 1. Tor gefahren und dann auf den Ellbogen gefallen. Ich wollte das Rennen zu Ende fahren, aber es ging einfach nicht mehr.“
Österreich darf sich somit über insgesamt sieben Medaillen bei diesen Spielen freuen. Fünf davon gehen auf das Konto des Ski-Teams, je eine holten die Snowboarder und Nordischen.

Die Paralympischen Winterspiele in PyeongChang enden traditionell mit der abendlichen Closing Ceremony. Snowboarder Patrick Mayrhofer wird die österreichische Fahne ins Stadion tragen. „Es ist eine ganz besondere Ehre für mich! Claudia hat bei der Eröffnungsfeier einen tollen Job gemacht. Ich weiß nicht, was da auf mich zukommen wird, aber eines ist gewiss: „Neben der Medal Ceremony wird das ein unvergessliches Highlight für mich werden.“

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