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Nico Langmann gewinnt beim Heim-Turnier in Groß-Siegharts wie im Vorjahr den Doppel-Bewerb vor einer Traum-Kulisse. "Ein irrer Fight!"

Was Kitzbühel oder das Turnier in der Stadthalle für Dominic Thiem und Co., ist Groß-Siegharts für die Rollstuhl-Tennisspieler. Am Wochenende war die Weltelite wieder in Niederösterreich zu Gast: 70 Behindertensportlerinnen und –sportler aus 20 Nationen spielten beim höchstdotierten Turnier der ITF 2 Series um das Rekord-Preisgeld von 30.000 US-Dollar.

Vor einer tollen Kulisse präsentierte sich Nico Langmann in Top-Form. Im Einzel war für den 21-Jährigen erst im Halbfinale gegen den Franzosen Nicolas Pfeifer und also gegen den späteren Turniersieger Endstation.

Im Doppel jubelte er – wie im Vorjahr – gemeinsam mit dem Paralympics-Sieger von Rio 2016 über den Heimsieg. Gegen die spanische Paarung Carvezaschi/De La Puente gab es einen 7:5, 2:6, 10:8-Erfolg. „Es war ein irrer Fight! Ich habe beim Stand von 8:8 im Champions Tie-Break den geilsten Ball meines Lebens geschlagen – das war der schönste Sieg in meiner Karriere.“

Auch sonst fällt die Bilanz des Youngsters, der nach einer 6-monatigen Verletzungspause bereits wieder in der Weltspitze angekommen ist, mehr als positiv aus. „Ich bin sicher der beste Nico Langmann, den es je gab, schlage heute Spieler, wo ich vor meiner Verletzung nicht hinriechen konnte“, hat er die Zwangspause genützt, um in den Bereichen Kraft und Koordination zu arbeiten.

Wichtige Faktoren auf der „Road to Tokyo“ für die Nummer 23 der Welt, wie auch der mentale Bereich. „Technisch bin ich voll dabei, aber manchmal möchte ich es ein bisschen zu sehr und überspanne. Jetzt schauen wir, dass ich gelassener bin, weil durch die Lockerheit gelingt mir mehr und ich kann schneller spielen“, weiß Langmann, der in den nächsten Wochen in Brünn, Budapest und Cremona aufschlagen wird, ganz genau was zu tun ist.

Und eines ist auch gewiss: Groß-Siegharts ist auch im nächsten Jahr ein Fixpunkt im Kalender des Wieners, der bei seinem ersten Match vom Platzsprecher als „unser Hausherr“ vorgestellt wurde. „Es war mein allererstes Turnier überhaupt, vor mittlerweile auch schon wieder 10 Jahren – und es fühlt sich jedes Mal wieder ein bisschen an wie nach Hause kommen. Die Unterstützung ist einfach unglaublich!“

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