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Ein ereignisreiches Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu – geprägt wurden die vergangenen 12 Monate von den Paralympics in PyeongChang.

Zeit für einen sportlichen Rückblick auf die Winterspiele: Das rot-weiß-rote Team konnte sieben Medaillen und die Herzen zahlreicher Fans gewinnen. Wir starten unsere dreiteilige Rückblick-Serie mit Ski Nordisch.

Erst Blech, dann Glück

Blindensportlerin Carina Edlinger ging gemeinsam mit Guide und Bruder Julian als eine der Favoritinnen in die Langlauf-Rennen. Doch in Südkorea sollte es zunächst nicht nach Wunsch verlaufen. Über 15 km Freistil setzte es den undankbaren vierten Platz – doch dem nicht genug. Auch im Sprint wurde die Medaille denkbar knapp verpasst, noch dazu hatte Edlinger danach mit Krampf-Anfällen zu kämpfen.

Doch die junge Salzburgerin ließ sich nicht beirren und lief im letzten Bewerb, den 7,5 km klassisch, noch zur ersehnten Medaille: Bronze! „Es war für mich schon als Kind das Allergrößte, wenn jemand bei Olympischen Spielen am Stockerl gestanden ist. Diese unglaubliche Freude wollte ich einmal selbst erleben, aber dass es sich in dem Rennen ausgegangen ist, kann ich selbst nicht ganz glauben“, so die 20-Jährige.

Wie der Phönix aus der Asche

„Es ist verrückt! Drei Tage vorher hatte ich den totalen Zusammenbruch, musste mit dem Rollstuhl rausgeschoben werden und dann gewinne ich eine Medaille.“

Teamwork wird auch zwischen den beiden Geschwistern aus Fuschl am See groß geschrieben. „Wenn’s laaft, dann laaft’s. Wir kennen uns so gut wie niemand anderer, kennen Stärken und Schwächen. Davon profitieren wir im Rennen“, beschreibt Julian Edlinger das Zusammenspiel. Und Schwester Carina ergänzt: „Julian ist sehr zielstrebig und ehrgeizig, gibt mir auch mal einen Tritt in den Hintern, damit ich ein bisschen schneller laufe. Aber wenn es drauf ankommt, halten wir absolut zusammen.“

Feier im Alpenhaus

Gefeiert wurde die Medaille im Alpenhaus. Ausgerechnet am letzten Abend war die nationenübergreifende Hospitality-Location fest in rot-weiß-roter Hand. Das gesamte Paralympic Team Austria jubelte mit dem Team Edlinger.

„Wahnsinn, was da los war. Bronze glänzt für uns wie Gold!“, so das Geschwister-Paar. Und wieder einmal zeigte sich: Das Beste kommt zum Schluss.

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