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Rollstuhl-Tennisspieler Nico Langmann gibt in Teil 2 seines Video-Tagebuches spannende Einblicke in seinen Alltag und seine Kindheit.

Während eines Trips nach Barcelona, wo sich der 21-Jährige auf die kommenden Turniere vorbereitet, plaudert er aus dem Nähkästchen. So erzählt Langmann beispielsweise über seine Behinderung und seine Kindheit. Anlass ist das 20-jährige „Rollstuhl-Jubiläum“, das der Wiener im Februar feiert.

„Jeder Behindertensportler hat seine eigene Geschichte. Nur um eines klarzustellen: Mir geht es nicht darum, auf die Tränendrüse zu drücken und zu erzählen, wie schlimm es damals war. Es geht mir eher darum, dem Rollstuhl-Thema das Tabu zu nehmen“, so Langmann.

Bewusste Barrieren

Im Alter von zwei Jahren erlitt er bei einem Autounfall eine Querschnittlähmung. Dennoch sei seine Kindheit „normal“ verlaufen: „Es ging nicht darum, barrierefrei zu leben, sondern eher welche aufzubauen, um sie zu überwinden. Bis ich 12 Jahre alt war, hatte ich keinen Rollstuhl – um zu lernen, wie man sich auch ohne Rollstuhl fortbewegt.“

Dennoch habe er in seiner Jugend mit Problemen zu kämpfen gehabt. Beispielsweise konnte er nicht auf die Volksschule seiner Wahl gehen, da diese bereits „voll“ war.

Frühe Leidenschaft für Rollstuhl-Tennis 

Zum Rollstuhl-Tennis kam er im Alter von 7 Jahren: „Ich habe damals keinen Ball getroffen, hatte aber schon riesigen Spaß.“ Begonnen habe alles, als er seinen Vater und seinen Bruder auf dem Court beobachtet hat und auch Teil des Spiels sein wollte.

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