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In etwas mehr als einer Woche ist es so weit: Die wegweisende Segel-Europameisterschaft in Österreich steht auf dem Programm.

In Oberösterreich kommt es dabei zu einer Premiere: Denn vom 27. Mai bis 2. Juni findet am Traunsee im Rahmen der Traunseewoche ein neues Event statt. Erstmalig werden die Bewerbe um den Europameisterschaftstitel in der Norlin 2.4 mR und Hansa 303-Klasse nicht als Para-Bewerbe, sondern als Inklusionsklassen ausgetragen.

„Es handelt sich um ein Vorzeige-Projekt für gelebte Inklusion. Das Österreichische Paralympische Committee ist stolz, dass diese Premiere in Österreich über die Bühne gehen wird“, zeigen sich ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat und ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber erfreut.

Die Initiative Vision Integration ist, gemeinsam mit dem Union Yachtclub Traunsee, die Triebfeder der European Para Inclusion Sailing Championship 2019. Die Vision ist es, Integration lebendig zu leben und umzusetzen. Damit Beeinträchtigung keine Behinderung mehr ist. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass sich behinderte und nicht behinderte Menschen nicht nur perfekt ergänzen, sondern auch entspannt in den gleichen Bootsklassen jeweils siegen und verlieren können.

Das Miteinander und der Austausch sind dabei die Kriterien, die das Thema so lebendig machen. Eine Woche lang wird im Rahmen des Events der Welt gezeigt wie es gehen kann. Unter dem Beisein von prominenten Vertretern aus Sportpolitik und Medien werden unter den behinderten und nicht behinderten TeilnehmerInnen aus ganz Europa folgende Bewerbe ausgetragen: Norlin 2.4mR Inclusion: Disabled & Non Disabled | male & female und Hansa 303 Inclusion: Disabled & Non Disabled | male | female | youth.

Der Traunsee hat nicht nur optisch und für das Wohlfühlen eine Menge zu bieten, sondern er ist auch eines der herausfordernsten und vielfältigsten Segelreviere Österreichs. Teils starke, unberechenbare Winde prägen die Gegend.

Aufgrund der ganz eigenen Topographie ist der Wind oft sehr böig, flaut ab oder dreht sich plötzlich. Wer besonders ehrgeizig ist steigt auf den knapp 1.700 Meter hohen Traunstein, um die Winde vorab angemessen zu studieren. Während anhaltenden Schönwetterperioden stellen sich besondere Verhältnisse ein.

Das Phänomen des „Ober-“ und „Niederwindes“ ist ein Spezifikum des Traunsees – ein regionales Pendant zur berühmten ORA am Gardasee. Auch der sogenannte „Viechtaucher“ kann vorkommen. Diese Wettererscheinung ist ein gefährlicher Gewitterwind, der sich ab und zu rasch bildet und für kurze Zeit mit Getöse, vor allem am Ostufer, ins Tal stürzt.

 

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