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Die European Women and Sport (EWS) Konferenz fand heuer zum 11. Mal, vom 8. bis 10. April, unter der Beteiligung von 150 TeilnehmerInnen aus 39 Ländern in Stockholm, Schweden statt.


Das Motto der Konferenz Moving towards gender equality orientierte sich an dem von der Europäischen Union entwickelten Aktionsplan zur „Gleichstellung der Geschlechter im Sport bis 2020“ und umfasste folgende Themenbereiche:


1. Ausgewogene Besetzung von Sportgremien
2. Kampf gegen negatives Stereotyping im Sport und die Rolle der Medien
3. Kampf gegen sexualisierte Gewalt im und durch Sport
4. Ausgewogenes Verhältnis im Coaching


In jedem der vier Themenkomplexe gaben ExpertInnen einen kurzen Einblick und Einführung in das Thema und es wurden erfolgreiche Beispielprojekte aus unterschiedlichen Ländern und Organisationen präsentiert.

Stellvertretend für Österreich berichte Maria Rauch-Kallat, Präsidentin des Österreichischen Paralympischen Committes über ihre Erfahrung hinsichtlich Gleichstellung des paralympischen Sports und Geschlechter-Gleichstellung in Österreich.
Rosa Diketmüller, Professorin an der Universität Wien und Expertin für Gender Fragen im Sport informierte darüber, wie Österreich auf Initiative von 100% Sport versucht, die Vorgaben der Europäischen Union in einem nationalen Aktionsplan in die Praxis umzusetzen.
In den nachfolgenden Workshops diskutierten die TeilnehmerInnen in Arbeitsgruppen Maßnahmen und Strategien um die Gleichstellung der Geschlechter im Sport zu verbessern und versuchten Lösung zu finden, um sexualisierter Gewalt im und durch Sport vorzubeugen.
In Podiumsdiskussionen wurden die Ergebnisse aller Arbeitsgruppen zusammengefasst und vor allen Konferenz TeilnehmerInnen präsentiert.
ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber, Mitglied des Vorstands der EWS, leitete einen Workshop und moderierte den Themenkreis „Ausgewogenes Verhältnis im Coaching“.
Die EWS Konferenz kommt dabei zu dem Schluss, dass folgenden Arbeitsbereichen Priorität eingeräumt werden muss.

  • Quoten, Nominierungskomitees und Amtsperioden sollten von Entscheidungsgremien eingeführt werden, um strukturelle Veränderungen innerhalb von Organisationen erzielen zu können.
  • Nützen der Möglichkeiten der Social Media Kanäle, um eine genderneutrale Sportberichterstattung voranzutreiben.
  • Entwicklung eines europäischen Modells im Kampf gegen sexualisierte Gewalt, welches von allen Ländern in die Praxis umgesetzt werden kann.
  • Evidenzbasierte Daten (kontinuierliches Monitoring) sowie Aus- und Weiterbildung zu diesem Thema sollen verwendet werden, um einen „geschlechtergerechten“ Sport zu erreichen.
  • Entwicklung einer „TrainerInnen Kultur“ und Bedingungen, die die Diversität der AthletInnen widerspiegelt (mehr Frauen, Personen mit Behinderung und Personen mit Migrationshintergrund als TrainerInnen).


Die TeilnehmerInnen der Konferenz werden zukünftig versuchen die Empfehlung der EWS Konferenz in den jeweiligen Organisationen an unterschiedlichen Stellen in die Praxis umzusetzen. Auch EPC Präsident John Petersson betonte in der Abschlussrede die Notwendigkeit Maßnahmen durchzuführen, um die Anzahl von Athletinnen und Vertreterinnen innerhalb der Europäischen Paralympischen Bewegung zu erhöhen.

Weitere Informationen zur Konferenz auf der Facebook Seite


Weitere Informationen über bestehende Projekte


This Girl Can - Eine Werbekampagne in England zur Bekämpfung von negativen Sterotypen im Sport

Safe Sport - Eine NGO, die versucht sexualisierte Gewalt im Sport zu beenden

SCORE ein Projekt zur Förderung von Geschlechtergleichstellung im Coaching

 

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